8. Deutsch-Koreanisches Juniorforum / Arbeitsgruppe "Frieden und Wohlstand auf der koreanischen Halbinsel und in der Welt"

Juniorforum

Geschrieben von Hannah Grüttgen, Teilnehmerin des 8. Deutsch-Koreanischen JuniorforumsMöchte man über das Thema Frieden auf der koreanischen Halbinsel sprechen, so ist dies nicht ohne die Nennung und Einbeziehung der Demokratischen Volksrepublik Korea (im folgenden Nordkorea) möglich. Deren nukleare Waffen postulieren für Südkorea das größte Sicherheitsrisiko und somit stand die Problematik der Erreichung einer nordkoreanischen Denuklearisierung, nach einem gemeinschaftlichen Brainstorming, auch ganz oben auf unserer Agenda der größten zu bewältigenden Aufgaben, um den Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu sichern.Recht schnell konnte sich darauf geeinigt werden, dass eine gegenseitige Vertrauensbildung mit Nordkorea als zielführend festzuhalten ist. Zu deren Erreichung stellten wir die Notwendigkeit des stärkeren Einbezugs von Zivilgesellschaft und nichtstaatlichen Organisationen fest, wovon wir uns ein besseres gegenseitiges Verständnis durch vermehrten Austausch sowie eine daraus resultierende sukzessive Annäherung versprechen. Außerdem einigten sich die Gruppenmitglieder geschlossen auf die unbedingte Empfehlung einer konsistenteren Nordkoreapolitik nicht nur seitens der südkoreanischen Regierung, sondern aller Staaten.Obwohl gemeinschaftliche Einigungen in vielerlei Hinsicht zügig getroffen werden konnten, gingen die Meinungen bei der Frage, ob und inwieweit wir als Juniorforum die bestehenden internationalen wirtschaftlichen Sanktionen gegen Nordkorea unterstützen und diese in unsere Politikempfehlung mit einbeziehen möchten, erheblich auseinander. Dies führte dazu, dass über ebendiese Thematik am intensivsten und zuweilen auch hitzig diskutiert wurde. Erst am Freitag, kurz vor der Präsentation unserer Ergebnisse vor dem Seniorforum, wurde in einer letzten gemeinsamen Diskussion ein endgültiger Konsens gefunden, dem schlussendlich alle Gruppenmitglieder zufrieden zustimmen konnten.Neben der Bedrohung durch nordkoreanische Atomwaffen identifizierte die Gruppe überdies die sogenannte America First Politik der Trump Regierung sowie die nachbarstaatlichen Konflikte im nordostasiatischen Raum als Kernproblematiken und sprach sich geschlossen für die Festhaltung an multilateralen Prinzipien aus.Bezüglich der Gruppendynamik und Partizipation der Teilnehmer muss hervorgehoben werden, dass über die gesamte Tagungszeit alle Gruppenmitglieder sogar noch in den Pausen und am Abend nach der Hauptarbeitsphase höchst engagiert und angeregt miteinander diskutierten.

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