Bei der heutigen Mitgliederversammlung des Deutsch-Koreanischen Forums e.V. in Berlin hat der Verein personelle Weichen für die kommende Amtszeit gestellt. Im Mittelpunkt stand die Verabschiedung von Thomas Röwekamp (MdB), der im Zuge seiner neuen Aufgabe als Vorsitzender desVerteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages sein Amt als Schatzmeister niederlegte. Zu seiner Nachfolgerin wählten die Mitglieder die bisherige Geschäftsführerin Rhan Gunderlach.
Der Vorsitzende des Deutsch-Koreanischen Forums, der ehemalige sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig, dankte Röwekamp fürdessen Engagement. „Thomas Röwekamp hat die Arbeit des Forums mit großer Verlässlichkeit, Sorgfalt und persönlichem Einsatz geprägt. Für diesen wichtigen Beitrag danke ich ihm im Namen des gesamten Vereins sehr herzlich und wünsche ihm für seine neue verantwortungsvolle Aufgabe im Bundestag viel Erfolg“, sagte Dulig.
Zugleich begrüßte Dulig die Wahl von Rhan Gunderlach zur neuen Schatzmeisterin: „Mit Rhan Gunderlach übernimmt eine ausgewiesene Kennerin unserer Arbeit diese verantwortungsvolle Aufgabe. Sie steht für Kontinuität, Kompetenz und ein tiefes fachliches und privates Verständnis für die deutsch-koreanischen Beziehungen.“
Neu in den Vorstand aufgenommen wurde zudem Johannes Volkmann (MdB). Der ausgewiesene Korea-Experte ist stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses. Er bringt persönliche Berührungspunkte sowie ein starkes Interesse an der koreanischen Halbinsel in seine Arbeit ein. „Mit Johannes Volkmann gewinnen wir einen profilierten Kenner Ostasiens, der politische Erfahrung, internationale Vernetzung und echtes Engagement für die deutsch-koreanischen Beziehungen vereint“, betonte Dulig. „Gerade in geopolitisch herausfordernden Zeiten ist seine Perspektive für unsere Arbeit von großem Wert.“
Das Deutsch-Koreanische Forum e.V. (DKF) - unterstützt von der Bundesregierung - ist eine zentrale Plattform des Austauschs zwischen Deutschland und Südkorea. Beide Länder verstehen sich als Wertepartner. Das DKF bringt Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur undZivilgesellschaft zusammen und setzt sich dafür ein, die bilateralen Beziehungen beider Länder weiter zu vertiefen, gegenseitiges Verständnis zu stärken und konkrete Kooperationen anzustoßen. Die Ergebnisse der jährlichen Treffen werden als Handlungsempfehlungen an die Regierungen in Deutschland und Korea übergeben.
Erst vor wenigen Wochen war Martin Dulig in Korea, um gemeinsam mit den Partnern vor Ort die inhaltliche Vorbereitung des kommenden Forums im Herbst voranzutreiben. Das vergangene Deutsch-Koreanische Forum fand im Herbst 2025 in Seoul statt und setzte wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit beider Länder.
Mit Blick auf die Arbeit der kommenden Monate verwies Dulig auf die Vorbereitungen des nächsten Deutsch-Koreanische Forums, das vom 2.bis 4. September in Eschborn bei Frankfurt am Main stattfinden wird. „Deutschland und Korea stehen vor sehr ähnlichen und großen aktuellen Herausforderungen – von der Transformation ihrer Industrien über die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen bis hin zu den wachsenden geopolitischen Unsicherheiten. Derzeit unkalkulierbare Entwicklungen im Verhältnis mit den USA, die dominierende Rolle Chinas in Ostasien und neue handelspolitische Spannungen im Persischen Golf betreffen uns gleichermaßen. Umso wichtiger ist es, dass wir im engen Austausch bleiben, voneinander lernen und gemeinsame Antworten entwickeln. Das Treffen in Eschborn wird dafür ein weiterer wichtiger Bausteinsein und neue Impulse für unsere Zusammenarbeit setzen“, so Dulig.